
41 Grad in Frankfurt: Was Planungsdezernent Gwechenberger gegen Hitze in Wohnungen und auf Plätzen wie dem Roßmarkt plant. Alle Infos hier!
41,2 Grad im Westend – und das schon im Juni! So heiß war es in Frankfurt noch nie. Für viele von euch, die täglich pendeln, die Kinder haben oder einfach in einer kleinen Wohnung ohne Balkon leben, waren das kaum erträgliche Tage. Doch was tut eigentlich die Stadt dagegen? Wir haben die wichtigsten Antworten aus dem Interview der Frankfurter Rundschau mit Planungsdezernent Marcus Gwechenberger (SPD) für euch zusammengefasst.1
Gwechenberger selbst hatte 32 Grad in der Wohnung – und trotzdem keine Klimaanlage. Sein Rezept: Rollläden runter am Tag, nachts lüften. Klingt einfach, ist es aber nicht immer. Denn wenn es um 6 Uhr morgens noch 25 Grad warm ist, hilft auch Nachtlüften kaum noch.
Trotzdem glaubt der Planungsdezernent nicht, dass Klimaanlagen zwingend die Lösung sind. Stattdessen setzt er auf smarte Architektur:1
Ihr kennt das Gefühl: Auf dem Roßmarkt brennt die Hitze von unten und von oben gleichzeitig. Kein Wunder – der Platz ist stark versiegelt und hat kaum Schatten. Ähnliches gilt für den Opernplatz. Auf der anderen Seite gibt es echte grüne Oasen wie den Günthersburgpark oder den Grüneburgpark – dort ist es spürbar kühler.1
Die Botschaft von Gwechenberger ist klar: Frankfurt muss mehr von diesen kühlen Orten schaffen – und die heißen Plätze grundlegend umgestalten. Beim Roßmarkt denkt die Stadt bereits konkret über eine Neugestaltung nach: Mehr Grün, weniger Asphalt. Das dauert – aber es ist der richtige Weg.
Neben der Umgestaltung einzelner Plätze hat die Stadt eine ganze Reihe von Maßnahmen in der Pipeline:1
Gwechenberger macht aber auch klar: Wenn es zuhause zu heiß wird, müsst ihr nicht schwitzen. Bibliotheken, Einkaufszentren und Parks sind kühle Anlaufstellen – und Frankfurt ist dabei gar nicht so schlecht aufgestellt. Der Gedanke dahinter: Kühle öffentliche Orte sind kein Luxus, sondern in Zukunft ein echtes Gesundheitsthema. Denn Hitze ist laut Gwechenberger der größte klimabedingte Gesundheitsrisikofaktor in deutschen Städten – besonders für ältere Menschen, Kinder und Menschen mit Vorerkrankungen.1
Der Sound der Weltstadt ist manchmal auch ein Stöhnen im Sommer. Aber Frankfurt tut was. Von smarterer Architektur über mehr Grün bis hin zu neuen Trinkbrunnen – die Stadt arbeitet daran, auch bei 40 Grad noch lebenswert zu bleiben. Das sind keine schnellen Lösungen, das stimmt. Aber es sind die richtigen Schritte – für euer Frankfurt von morgen.
Bleibt cool, Frankfurt! 💧
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