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41,2 Grad in Frankfurt: Wir brauchen dringend mehr kühle Orte in der Stadt!

41,2 Grad in Frankfurt im Juni 2026: Warum die Stadt dringend mehr kühle Orte braucht – und was Planungsdezernent Gwechenberger fordert.

Dominic Baum
·
2. Juli 2026
Bild ist mit Hilfe von KI generiert

Wenn die Stadt zur Sauna wird

41,2 Grad im Westend – und das im Juni! Frankfurt hat einen neuen Hitzerekord gebrochen, und für viele von euch war das schlicht nicht mehr auszuhalten. Ob im Stau auf der A3, im überhitzten Büro oder in der Wohnung, die sich bis Mitternacht nicht abkühlt: Der Sommer 2026 macht uns allen ganz schön zu schaffen. Und das wird kein Einzelfall bleiben. Höchste Zeit, dass Frankfurt handelt – und zwar jetzt!

32 Grad in der Wohnung – selbst der Planungsdezernent schwitzt

Frankfurts Planungsdezernent Marcus Gwechenberger (SPD) weiß, wovon er redet. Im Interview mit der Frankfurter Rundschau verriet er, dass er in der Hitzewelle selbst 32 Grad als Spitzenwert in seiner Wohnung hatte – ganz ohne Klimaanlage.1 Stattdessen: Rollläden runter, durchlüften, hoffen. Das klingt vertraut, oder? Genau das machen die meisten Frankfurter auch. Aber reicht das noch?

Die klare Antwort des Planungsdezernenten: Nein. Frankfurt braucht eine grundlegende Strategie gegen Überhitzung – und die fängt nicht in der Wohnung an, sondern draußen, in der Stadt selbst.1

Das Problem: versiegelte Plätze heizen Frankfurt auf

Wer schon mal im Sommer über den Roßmarkt gelaufen ist, weiß: Da gibt es kaum Schatten, kaum Grün, kaum Abkühlung. Festzelte, Asphalt, Beton – alles speichert die Hitze und gibt sie nachts wieder ab. Das ist kein Zufall, das ist ein stadtplanerisches Problem.1 Versiegelte Flächen sind einer der Hauptgründe, warum es in Frankfurts Innenstadt oft mehrere Grad heißer ist als im Umland.

Das kennt ihr, wenn ihr morgens mit dem Auto oder der S-Bahn in die Stadt pendelt: Draußen noch erträglich, in der City direkt eine Wärmeglocke. Der Sound der Weltstadt hat viele Seiten – dieser hier ist definitiv keine schöne.

Was jetzt gefordert wird: kühle Orte für alle!

Gwechenberger bringt es auf den Punkt: „Wir brauchen mehr kühle Orte außerhalb der Wohnung.“1 Und das ist nicht nur eine politische Floskel – es geht um echte Maßnahmen für echte Menschen. Was konkret helfen kann:

  • Mehr Begrünung in der Innenstadt – Bäume, Fassadenbegrünung, Pocket Parks statt kahlem Beton
  • Entsiegelung von Plätzen – weniger Asphalt, mehr Oberflächen, die Regenwasser aufnehmen können
  • Kühlräume und Schattenbereiche – öffentliche Anlaufstellen, die auch Menschen ohne Klimaanlage zu Hause eine echte Abkühlung bieten
  • Wasserelemente und Brunnen – kleine Oasen, die die gefühlte Temperatur senken
  • Städtebauliche Anpassungen – Planung von morgen, die Hitzeschutz von Anfang an mitdenkt

Was ihr schon jetzt tun könnt

Klar, die großen Veränderungen brauchen Zeit. Aber ihr könnt schon heute ein paar Tricks nutzen, die den Alltag erträglicher machen: Früh morgens lüften, dann Rollläden oder Jalousien schließen. Auf dem Weg zur Arbeit schattige Routen bevorzugen – Sachsenhausen, der Grüneburgpark oder der Palmengarten-Bereich bieten echte Abkühlung. Und wenn ihr mit dem Auto pendelt: Jetzt reinhören bei Radio Frankfurt – wir halten euch mit dem besten Programm im Main-Gebiet über Hitzewarnungen und Verkehr auf dem Laufenden!

Frankfurt muss jetzt handeln

Die Zahlen sprechen für sich: 41,2 Grad im Juni 2026 sind kein Ausreißer mehr – das ist die neue Realität.1 Frankfurt als internationale Metropole hat die Mittel und die Pflicht, seine Bewohnerinnen und Bewohner besser zu schützen. Mehr Grün, weniger versiegelte Flächen, echte Kühlzonen – das sind keine Nice-to-haves, das sind Notwendigkeiten. Wir sind gespannt, was der Städtebau von morgen für unsere Stadt bereithält. Und ihr? Was wünscht ihr euch für eine kühlere, lebenswertere Stadt? Schreibt es uns – wir sind für euch da, jeden Tag, mit dem Sound der Weltstadt!

Quellen

  1. Frankfurter Rundschau: „Wir brauchen mehr kühle Orte außerhalb der Wohnung“ – Interview mit Marcus Gwechenberger


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