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Frankfurt verpasst die Wärmeplan-Deadline – und steht fast allein da!

Frankfurt hat die gesetzliche Deadline für den Kommunalen Wärmeplan verpasst – als eine von nur acht deutschen Großstädten. Was das für die Stadt bedeutet, erfä

Dominic Baum
·
3. Juli 2026
Bild ist mit Hilfe von KI generiert
Zuletzt aktualisiert: vor 1 Tag

Update: Frankfurt immer noch ohne fertigen Wärmeplan

Wir haben euch schon mal über das Thema berichtet – aber jetzt ist es offiziell: Frankfurt hat die gesetzliche Deadline für die Kommunale Wärmeplanung verpasst. Der 30. Juni 2026 war der Stichtag, an dem Großstädte ihr fertiges Konzept für eine klimafreundliche Wärmeversorgung förmlich beschließen mussten. Frankfurt? Fehlanzeige.

Und das Pikante daran: Die Mainmetropole steht damit ziemlich allein auf weiter Flur. Von den 80 deutschen Großstädten haben 72 ihren Wärmeplan bereits abgeliefert – manche sogar schon vor mehr als einem Jahr. Klingt nach einer ziemlichen Panne, oder? Genau so sieht das offenbar auch die Linke im Frankfurter Stadtparlament, die das Ganze mit den Worten „ziemliche Panne“ kommentiert hat.

Wer hat’s geschafft – und wer nicht?

Die Liste der Städte, die ihre Kommunale Wärmeplanung (KWP) rechtzeitig fertiggestellt haben, liest sich wie ein Who’s Who der deutschen Metropolen: Berlin, Hamburg, München, Nürnberg, Augsburg, Kiel, Lübeck, Rostock, Freiburg – alle haben geliefert. Sogar Wiesbaden und Oberursel haben ihre Hausaufgaben gemacht. Besonders bemerkenswert: Städte mit unter 100.000 Einwohnern hätten eigentlich noch zwei weitere Jahre Zeit gehabt – trotzdem haben viele von ihnen früher abgeliefert als Frankfurt.

Und Frankfurt? Mit rund 770.000 Einwohnern eine der größten Städte Deutschlands, internationaler Finanzplatz, Weltstadt-Flair – und trotzdem gehört die Mainmetropole zu den wenigen Großstädten, die die Zielmarke gerissen haben. Das ist ein Statement, aber leider kein gutes.

Was steckt hinter dem Wärmeplan?

Der kommunale Wärmeplan ist kein bürokratisches Papiertiger-Projekt. Es geht um die konkrete Frage: Wie wärmen wir unsere Häuser und Gebäude in Zukunft – ohne fossile Brennstoffe? Fernwärme, Wärmepumpen, Geothermie oder Wasserstoff – die Kommunen müssen festlegen, welche Gebiete mit welchen Technologien versorgt werden sollen. Das ist wichtig für Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer, für Mieterinnen und Mieter, für die gesamte Stadtplanung.

Das Interesse der Frankfurter Bevölkerung war von Anfang an groß – das zeigte schon der gut besuchte Infoabend im vergangenen Jahr. Umso unverständlicher ist es, dass die Stadt bei der Umsetzung ins Hintertreffen geraten ist.

Was bedeutet das jetzt für Frankfurt?

Klar ist: Die Deadline ist gerissen, der Zeitplan liegt in Scherben. Aber das Thema ist damit nicht vom Tisch – im Gegenteil. Frankfurt muss jetzt schnell nachliefern. Die Frage ist, wie viel wertvolle Zeit bereits verloren gegangen ist und welche Konsequenzen das für Stadtplanung, Fördermittel und die Klimaziele der Stadt hat.

Wir bei Radio Frankfurt bleiben dran! Denn das ist genau der Sound der Weltstadt, den wir euch nicht vorenthalten wollen – auch wenn er manchmal nicht so schön klingt. Habt ihr Fragen oder Meinungen zum Frankfurter Wärmeplan? Schreibt uns! Jetzt reinhören und informiert bleiben – das beste Programm im Main-Gebiet hält euch auf dem Laufenden.

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