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Hessen dreht den Wolfsdruck hoch: Mehr Abschüsse geplant – das sagen die Kritiker!

Hessen plant mehr Wolfsabschüsse – Minister Jung erntet Lob von Jägern, aber heftige Kritik von Naturschützern. Alle Infos bei Radio Frankfurt.

Dominic Baum
·
2. Juli 2026

Neue Eskalationsstufe im Wolfsstreit

Die Lage spitzt sich zu! Nachdem wir euch zuletzt über die beiden zum Abschuss freigegebenen Jungwölfe im Lahn-Dill-Kreis berichtet haben, gibt es jetzt eine handfeste neue Entwicklung aus Wiesbaden – und die hat es in sich. Hessen plant nämlich, deutlich mehr Wölfe zu schießen als bisher. Landwirtschaftsminister Ingmar Jung macht ernst und sorgt damit für einen riesigen Aufruhr. Naturschützer laufen Sturm, Jäger und Bauern klatschen Beifall. Mitten in der Diskussion: Unser aller Heimatregion. Der Sound der Weltstadt Frankfurt ist das eine – aber auch im Umland brennt gerade die Luft!

Was ist neu? Jungs härtere Gangart

Bisher galt: Nur sogenannte „Problemwölfe“, also Tiere, die wiederholt Nutztiere reißen, durften unter bestimmten Bedingungen geschossen werden. Das soll sich jetzt grundlegend ändern. 1 Minister Jung will die Regeln deutlich lockern, sodass in Zukunft auch Wölfe abgeschossen werden können, die (noch) nicht als klassische Problemfälle gelten. Die Botschaft aus dem Ministerium ist klar: Hessen will den Wolfsbestand aktiver regulieren – und zwar bevor es zu weiteren Übergriffen kommt.

Das ist ein echter Paradigmenwechsel gegenüber der bisherigen Politik, die stark auf Schutzmaßnahmen wie Elektrozäune und Herdenschutzhunde gesetzt hat. 1

Wer ist dafür – und wer dagegen?

Die Reaktionen lassen sich klar in zwei Lager teilen:

  • Dafür: Jägerinnen und Jäger sowie Weidetierhalter begrüßen die Pläne ausdrücklich. Für sie ist es längst überfällig, dass der Wolf nicht länger als absolut unantastbar gilt. Schafe, Ziegen und Rinder seien auf freien Weiden immer häufiger in Gefahr – und der wirtschaftliche Schaden für Landwirtinnen und Landwirte sei enorm. 1
  • Dagegen: Naturschutzorganisationen schlagen Alarm. Sie warnen davor, dass die neuen Pläne den mühsam erarbeiteten Schutzstatus des Wolfes aushöhlen könnten. Die Sorge: Droht durch eine zu lockere Abschusspolitik eine schleichende Wiederausrottung des Wolfes in Hessen – und ganz Deutschland? 1

Was steckt hinter dem Konflikt?

Der Wolf ist in Deutschland streng geschützt – sowohl durch nationales Recht als auch durch EU-Recht. Abschüsse sind eigentlich nur in eng definierten Ausnahmefällen erlaubt. Hessen testet hier offenbar die Grenzen des rechtlich Machbaren aus. 1 Kritiker befürchten, dass ein Vorpreschen auf Landesebene gefährliche Signalwirkung für andere Bundesländer haben könnte.

Gleichzeitig ist die Frustration bei Landwirtinnen und Landwirten real und nachvollziehbar: Wer nachts nicht schlafen kann, weil er um seine Herde bangt, fordert zu Recht schnelle Lösungen. Und genau hier versucht Jung politisch zu punkten.

Was bedeutet das für euch?

Ob ihr in Frankfurt lebt oder im Umland – dieses Thema geht uns alle was an. Die Wolfspopulation in Hessen wächst, und die Frage, wie wir als Gesellschaft damit umgehen wollen, ist keine rein ländliche Angelegenheit. Sie betrifft Naturschutz, Landwirtschaft und letztlich auch unsere Lebensmittelversorgung hier in der Metropolregion.

Wir bleiben dran und halten euch auf dem Laufenden – denn das beste Programm im Main-Gebiet informiert euch nicht nur über Musik und Events, sondern auch über die Themen, die wirklich bewegen. Wie seht ihr das? Mehr Abschüsse – sinnvoll oder zu radikal? Schreibt es uns in die Kommentare!

Quellen

  1. Hessenschau: Hessen will mehr Wölfe abschießen: Heftige Kritik, aber auch Lob für Jungs Pläne
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